Gaumen

Gaumen

Gaumen (palatum), der obere Theil der Mundhöhle. Den vordern Theil desselben, den harten G., bildet die Scheidewand zwischen Mund- u. Nasenhöhle, und wird von den Oberkiefer- und G.beinen gebildet, welche mit einer dicken, schwammigen Schleimhaut überzogen sind. Der hintere Theil des G.s, der weiche G. oder G.segel, besteht aus einer beweglichen muskulösen, senkrecht herabhängenden Platte, welche die Mundhöhle vom Schlunde trennt. In der Mitte des untern Randes verlängert sich der weiche G. in einen konischen Anhang, das Zäpfchen (uvula), während er sich zu beiden Seiten in 2 bogenförmigen Falten abwärts erstreckt; zwischen diesen Falten liegen die Mandeln (tonsillae). Alle diese Theile wirken beim Sprechen und Schlucken mit, und ein Fehler an denselben, besonders die angeborne Spaltung des G.s (Wolfsrachen), hindert beides mehr od. weniger.


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  • Gaumen — (Palatum), 1) (Anat.), die Scheidewand zwischen Mund u. Nasenhöhle. Für jene macht der G. zunächst als knöcherner G. die flach gewölbte, mit einer eignen, festen, fleischigen Substanz (Gaumenhaut) überzogene Decke (Gaumengewölbe) aus, nimmt Theil …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Gaumen — Sm std. (9. Jh.), mhd. guom(e), goum(e), (mhd. guome), ahd. goumo neben guomo Stammwort. Daneben ae. gōma, anord. gómr; ahd. giumo. Das Nebeneinander der verschiedenen Vokalstufen weist darauf hin, daß verschiedenartige Fortentwicklungen eines… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Gaumen — Gaumen: Die nhd. Form geht über mhd. goume zurück auf ahd. goumo, das im Ablaut steht zu gleichbed. ahd. guomo (daneben auch giumo) und weiterhin engl. gums (Plural) »Zahnfleisch« und schwed. gom »Gaumen«. Diese germ. Wörter gehören im Sinne von… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Gaumen — (Palatum), bei den höhern Wirbeltieren die Decke der Mundhöhle, wodurch diese von der Nasenhöhle und bei den Säugetieren auch von dem Rachen geschieden wird (s. Mund). Der eigentliche oder harte G. wird von den Gaumenplatten gebildet, die sich… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Gaumen — (Palātum), die horizontale Scheidewand zwischen Mund und Nasenhöhle, im vordern Teile von den beiden Oberkiefer und Gaumenknochen (harter G.), im hintern Teile von einer straffen Haut (weicher G.) gebildet. An letzterm befindet sich der… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Gaumen — Gaumen,der:jmdm.klebtdieZungeamG.:⇨dürsten(1) …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Gaumen — ↑Palatum …   Das große Fremdwörterbuch

  • gaumen — Vsw hüten, wahren per. Wortschatz schwz. (8. Jh.), mhd. goumen eine Mahlzeit halten; Aufsicht, Wache halten , ahd. goumen erfrischen, achtgeben , as. gōmian Stammwort. Aus g. * gaum ija beachten, besorgen , auch in gt. gaumjan, anord. geyma… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Gaumen — Gau|men [ gau̮mən], der; s, : obere Wölbung im Innern des Mundes: er hatte Durst, sein Gaumen war ganz trocken. * * * gau|men 〈V. tr.; hat; schweiz.〉 (be)hüten * * * Gau|men , der; s, [mhd. goume, ahd. goumo, eigtl. = Rachen, Schlund, verw. mit ↑ …   Universal-Lexikon

  • Gaumen — Sicht auf den harten Gaumen des Menschen Gaumen eines Pferdes 1 …   Deutsch Wikipedia

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