Meise

Meise

Meise (Parus), Vogelgattung aus der Ordnung der Körnerfressenden, mit geradem, dünnem, kegelförmigem Schnabel, lockerem, haarartigem Gefieder, die Nasenlöcher bedeckt; kleine, sehr lebhafte, listige u. kecke Vögel, die, obgleich höchst zanksüchtig, in großen Gesellschaften leben, geschickt klettern, sich von Insekten und den verschiedensten Sämereien nähren u. sich stark vermehren. Die Kohl-M., Spiegel-M. (P. major), 5–6'' lang, oben olivengrün, am Bauche gelb mit schwarzen Streifen, Kopf schwarz. – Die Blau-M. (P. caeruleus), der vorigen ähnlich, aber kleiner, Flügel u. Schwanz schön blau; in ganz Europa. – Die Hauben-M., Schopf-M. (P. cristatus), mit hohem, zugespitztem Federbusch aus Schwarz u. Weiß, wohnt in Nadelhölzern. – Die Beutel-M. (P. pendulinus), oben rostbräunlich, an der Stirn mit schwarzem Band, bloß 4 bis 5'' lang u. berühmt durch ihr kunstvolles, beutelförmiges Nest, das mit dem obern Ende frei an einem Stengel oder Zweige aufgehängt ist. – Die Schwanz-M. (P. caudatus), 5–6'' lang, mit langem Schwanz, oben schwarz, Kopf und Hals weiß, mit ebenso künstlichem beutelförmigem Neste, das außen wie bemooste Baumrinde aussieht. – Die Bart-M. (P. biarmicus), größer als vorige, röthlichbraun, das Männchen mit etwas langen, schwarzen Federn vom Schnabel an neben der Kehle herab, einen zierlichen Schnurrbart bildend; im nördl. Europa und Asien.


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  • Meise — Sf std. (10. Jh.), mhd. meise, ahd. meisa, as. mēsa , mndd. mese, mndl. me(e)se, meise Stammwort. Aus g. * maisōn f. Meise , auch in ae. māse, nschw. mes, erweitert in anord. meisingr m. Herkunft unklar.    Ebenso nndl. mees, ne. (tit)mouse,… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Meise — Meise: Der altgerm. Vogelname mhd. meise, ahd. meisa, niederl. mees, engl. ‹tit , coal ›mouse, schwed. mes gehört wahrscheinlich zu einem im Dt. untergegangenen Adjektiv germ. *maisa »klein, dünn«, vgl. z. B. norw. mdal. meis »schwächlicher,… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Meise — (Parus), Gattung aus der Abtheilung der kegelschnäbeligen Singvögel; Schnabel gerade, kurz, stark u. von der Wurzel an nach vorn allmälig verdünnt; Nasenlöcher unter den Federn versteckt; Gefieder seidenartig locker; Flügel mittelmäßig od. kurz,… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Meise — (Parus L.), Gattung der Sperlingsvögel aus der Familie der Meisen (Paridae), kleine, gedrungen gebaute Vögel mit kurzem, kegelförmigem, geradem Schnabel, mittellangen Flügeln, meist kurzem und dann gerade abgeschnittenem oder nur wenig… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Meise — Meise,die:eineM.haben:⇨verrückt(5) …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Meise — 1. Besser eine Meise in der Hand als eine Nachtigall im Walde. (S. ⇨ Sperling.) Böhm.: Lepší síkora v ruce, než slavík v lese jeřáb pod nebem. – Neslibuj jeřába v nebi, dej radĕji síkoru v ruce. (Čelakovský, 255.) 2. Die Meise brütet mehr Eier… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Meise — Glick (bayr.) (umgangssprachlich); Fortüne (lat.) (frz.); Dusel (umgangssprachlich); Glück * * * Mei|se [ mai̮zə], die; , n: (in zahlreichen Arten vorkommender) kleiner Singvogel mit spitzem Schnabel und verschiedenfarbigem Gefieder: Meisen leben …   Universal-Lexikon

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